Das Controlling einer Großbank digitalisieren?

Wenn Leuchtturmprojekte unternehmensweit strahlen

Case Study Commerzbank

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Commerzbank

Als eine der führenden deutschen Banken betreut die Commerzbank rund 30.000 Firmenkundenverbünde und 11 Millionen Privat- und Unternehmerkunden in Deutschland. In zwei Geschäftsbereichen – Privat- und Unternehmerkunden sowie Firmenkunden – bietet die Bank ein umfassendes Portfolio an Finanzdienstleistungen. Im Jahr 2020 erwirtschaftete die Commerzbank Bruttoerträge von rund 8,2 Milliarden Euro.

Wie viele Fliegen kann man eigentlich mit einer Klappe schlagen?

Dem Finance- und Controlling-Team einer europäischen Großbank sitzt meist ein ganzes Rudel Herausforderungen im Nacken: Die Digitalisierung schreitet nicht nur im Fachbereich voran, sondern überall – mit teils massiven Auswirkungen auf verschiedene Geschäftsbereiche. Zugleich schreibt der Gesetzgeber die Erfüllung diverser Anforderungen und Regularien vor: So müssen beispielsweise Banken ab einer gewissen Größe bekanntermaßen vorweisen können, auf verschiedene Szenarien vorbereitet zu sein. Und dann ist da ja noch diese Sache mit den generell eher mäßig stabilen Märkten und der „VUCA-Welt“ …

Aus Sicht des Controllings stellt sich da natürlich die Frage nach der Eierlegenden Wollmilchsau. Oder: Eine Klappe, die groß genug ist, mindestens nach ein paar Fliegen gleichzeitig zu schlagen.

Und wenn man eine solche Lösung gefunden hat: Wie integriert man sie sinnvoll und gewinnbringend, und zwar so, dass keine neuen Insellösungen die Folge sind – sondern im Gegenteil alte Silos abgeschafft werden?

Wohnt jedem Anfang ein Zauber inne?

Dass Anfänge immer zauberhaft sind … kann man so sehen. Dem Anfang der Beziehung zwischen Commerzbank und Valsight wohnte aber wohl eher eine Portion gesunder Skepsis inne.

Denn auch wenn Allianzen zwischen alteingesessenen Großkonzernen und Start-Ups mittlerweile aus vielerlei Gründen im Strategie-Mainstream angekommen sein dürften – initiale Vorbehalte sind nach wie vor üblich: Würde sich der Banken-Koloss auf einen PoC mit kleinem Scope einlassen, statt gleich „Nägel mit Köpfen“ zu machen? Und würde das kleine Valsight-Team die Hochkomplexen Bank-Modelle abbilden können?

Spoiler: Ja.

Auch eine Klappe für mehrere Fliegen muss nicht unbedingt groß sein — sondern vor allem irgendwie smart.

Wir hatten uns auf dem Markt unterschiedliche Planungslösungen angeschaut und einige Anbieter für Software-Lösungen insbesondere für agile Simulation von Szenarien in die engere Auswahl genommen. Dabei präsentierte uns Valsight eine Lösung mit einem schlanken und kompakten Projekt. Uns überzeugten und überzeugen dabei insbesondere zwei Aspekte:

Erstens: Wir haben unser Konzernplanungsmodell nach einem kurzem gemeinsamen Workshop ohne große Programmierkenntnisse und ohne externe Ressourcen selbst aufgebaut und entwickeln es seither stetig weiter. Zweitens: Anders als bei anderen Anbietern hat uns bei Valsight die hohe Flexibilität der Software überzeugt. Kurzfristige Modell-Anpassungen und -Erweiterungen können wir direkt selbst vornehmen.
Beide Punkte geben uns eine große Unabhängigkeit. Inzwischen ist das Modell deutlich gewachsen und wir konnten viele zusätzliche Funktionalitäten entwickeln. Im nächsten Schritt werden wir die Lösung von Valsight innerhalb des Unternehmens in anderen Bereichen ausrollen und skalieren.
Stefan Pohl Commerzbank
Stefan Pohl
Senior Financial Controller, Commerzbank AG

Auf alle Fälle vorbereitet

Reaktion: auf Knopfdruck


Oder heißt es eher: für alle Fälle? Beides ist korrekt. Um die Regularien der Aufsichtsbehörden zu erfüllen, musste das Controlling- und Finance-Team der Commerzbank in die Lage versetzt werden, mehrere alternative Szenarien berechnen zu können.

Nun, um ehrlich zu sein: Das war auch vorher schon der Fall.

Aber anstrengend war es — und zeitintensiv. Die Szenarien basieren auf deutlichen Leitzins-Schwankungen, Inflation oder Währungskurs-Problematiken – Szenarien, die nicht nur denkbar sind, sondern dann auch sämtliche Bereiche des Bankgeschäfts sowie die eigene Kapitalisierung beeinflussen.

Insbesondere jetzt in der Corona-Krise mussten die Commerzbank Controller:innen kurzfristig mitten im laufenden Planungsprozess auf ein sich geändertes Umfeld reagieren: „Früher hätte uns das Wochen zurückgeworfen. Dank Valsight konnten wir auf Knopfdruck innerhalb von wenigen Augenblicken zum Beispiel die Auswirkung eines deutlich gesunkenen DAX-Niveaus auf unser Ergebnis und unsere Kapitalquote simulieren“, sagt Stefan Pohl.

"Wir sehen Dinge!"

100 % Transparenz 0 % Visionen


Stattdessen: Verständnis für Zahlen und Zusammenhänge: Das ist bei Kollegen im Controlling natürlich ohnehin Voraussetzung für den Job – und gemeinhin in ausreichendem Maße vorhanden.

Aber auch Zahlenmenschen sehen sie nicht immer sofort: die Geschichten, die die Zahlen schreiben. Die Visualisierungsfunktionen in Valsight helfen bei der Vermittlung. Aus Zahlenwüsten werden Bilder, die dann zu Geschichten werden.

Das Ergebnis: Ein größeres Verständnis für die Zahlen. Die Visualisierungsmöglichkeiten machen Entwicklungen schneller klarer.

Wir sind nicht nur ‚agil aus Prinzip‘ – sondern weil es in vielen Fällen einfach sinnvoll ist. Ein MVP oder Pilotprojekt dient dazu, Möglichkeiten und Potenziale zu veranschaulichen, bevor man sich auf das Umkrempeln ganzer Business-Unit-Prozesse commited.

Unsere Kunden schätzen die Herangehensweise. Projekte bleiben so insbesondere im Anfangsstadium schlank und die Ownership liegt bei den Kundenteams. Die Demonstration des Machbaren und der Potenziale liegt so bei ihnen – sie stellen so nebenbei tagtäglich die vielfach kolportierte Veränderung der Controller- und CFO-Rolle unter Beweis.
Khai Tran, CEO bei Valsight
Khai Tran
Co-Founder und Managing Director bei Valsight

Choose your own Adventure

Die Geschichten hinter den Zahlen sehen


Zugleich erhöht sich die Effizienz der kompletten Abteilung enorm: Denn jede Änderung, jede eingefügte Maßnahme schlägt auf alle relevanten Knoten im gesamten Planungsmodell durch.

Das bedeutet: Für jedes alternative Szenario eine alternative Geschichte, die sich aus den in Sekunden aufbauenden Diagrammen herauslesen und ins Meeting mitnehmen lässt. Die Auswirkungen von Index-Schwankungen auf die eigenen Depotwerte simulieren? Den Einfluss schwankender Wechselkurse auf jene oder auch die Privat- und Geschäftskundenumsätze prognostizieren? Kein Problem.

Neben der Effizienz steigert das die Mündigkeit der Controller:innen – denn sie wissen, was sie tun.

Driving Change

Mitarbeiter für den Wandel gewinnen und nicht nur „überzeugen“


Es ist nicht immer ganz einfach, Mitarbeiter von einer neuen (komplexen) Lösung für (komplexe) Prozesse zu begeistern. Insbesondere in traditionsreichen Unternehmen in historisch gewachsenen Branchen stoßen Innovatoren häufig auf Vorbehalte. Und die sind oftmals weder ganz unberechtigt, noch von der Hand zu weisen. Wie also schafft man es, die Mitarbeiter:innen für einen Wechsel zu gewinnen?

Commerzbank-Controller Stefan Pohl ging den Millenial-Weg: Per Influencer-Marketing!

Das Kern-Team Unternehmensplanung um Ingo A. Mueller und Stefan Pohl selbst musste nicht mehr überzeugt werden: Nur wenige Tage brauchten sie für einen ersten Prototypen für das Privatkundengeschäft. Doch als man den Nutzern diesen Prototypen vorstellte, begegnete man ihnen zum Teil mit Skepsis und Vorbehalten: Der Werttreiber-Ansatz war nicht gerade sonderlich populär.

Die Lösung kam mit Ines Emde: In ihrer Zeit als Finance-Trainee lernte sie im Planungsteam das Tool von Valsight kennen und war sofort begeistert. In ihrer aktuellen Tätigkeit als Controllerin im Segment Firmenkunden konnte sie mit dieser Begeisterung verschiedenste Treiber für das Geschäftsmodell identifizieren und das Werttreiber-Modell konnte entgegen den anfänglich geäußerten Vorbehalten in kurzer Zeit aufgebaut werden. Das Ergebnis daraus – zusammen mit der bereits erwähnten Visualisierung – konnte die Vorbehalte der restlichen Nutzer aufweichen.

Einblicke, Ausblicke

Valsight & Commerzbank


Ausgegangen vom ‚kleinen‘ Pilotprojekt, dem Proof-of-Concept, einem Prototypen in einem klar abgegrenzten Bereich, geht es mit Valsight in verschiedene Wertschöpfungs-Bereiche der Commerzbank:

Nach den Controllern im Privatkundengeschäft und dem Bereich Treasury, sind im nächsten Schritt die HR-Controller dran. Das Ziel: Alle Bereiche sollen die Möglichkeit bekommen, Planung, Forecasting und Simulationen mit Valsight abzubilden. Die bestehende IT-Landschaft in Group Finance wird so konsolidiert und verschlankt. Bis zu 150 Controller:innen sollen bis 2022 auf Valsight umgestiegen sein.

Die Commerzbank-Controller:innen sind in der Lage, komplexe multivariate Szenarien zu rechnen und können so nicht nur den EZB-, EBA- und BaFin-Vorgaben zuvorkommen, sondern verbessern das Konzerncontrolling in allen Bereichen und schlagen so mehrere Fliegen mit einer Klappe.

Valsight ist stolz, die Finance Transformation an so prominenter Stelle mit einem so durchschlagenden Effekt anzufeuern. Übrigens so gut, dass die Commerzbank über ihre F&E-Abteilung main incubator gleich bei Valsight eingestiegen ist.

Dann mal anschnallen!

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Erfahren Sie von unseren Spezialisten, wie Ihr Unternehmen von der Zusammenarbeit mit Valsight profitieren kann.
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Implementierung einer State-of-the-art Planungssoftware bei AIDA Cruises
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Divisionsweit in der Siemens Digital Factory
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E-Mail:     info@valsight.com

Telefon:   +49 30 46799044

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